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Die Inhalte
Anemonis ist ein Film in acht Szenen.
1. Szene
Die 1. Szene (Farbe) handelt von Travestie sowie von Identitätsproblemen. Der Umbruch zwischen Show und Realität steht im Vordergrund. Sowie die Tatsache, in einer Welt zu leben, welche dazu neigt, den Schein mit dem Sein zu verwechseln. Eine Showeinlage mit Gesang rundet die Einstiegsszene ab.
2. Szene
Hier geht es um ein Thema, welches filmtechnisch bis jetzt zum überwiegenden Großteil ausgespart worden ist. Und zwar handelt diese Farb-Szene von der Asexualität. Sie kommt mit einem Mann voll und ganz aus, welcher in Monologform direkt mit der Kamera agiert und auf seine Liebe zurückblickt. Auf seine Liebe zu seiner Frau, auf das Missverständnis seiner Art zu lieben gegenüber und aufs gemeinsame Band: die Kunst.
3. Szene
In dieser Farb-Szene geht es um die Thematik „Homosexualität und der Islam“ – aufgrund des Faktums, dass in 22 muslimischen Ländern Homosexualität im 21. Jahrhundert noch immer verboten und in einigen Teilen sogar mit der Todesstrafe verfolgt wird.
Im Film finden sich Anspielungen auf die Unterscheidung von Koran und Sunna sowie eine doch hinterfragungswürdige Auslegung der islamischen Religion.
4. Szene
Diese Farb-Szene ist viergeteilt. Die Themen sind die TransGender-Problematik sowie Heterosexualität. Hier wird zum Ausdruck gebracht, dass es oftmals vorkommt, dass Menschen in Liebesangelegenheiten aufgrund ihres Geschlechts, dem keine(r) nicht nur scheinbar nicht entkommen kann, scheitern müssen. Diverse Schauplatzwechsel kommen vor.
Vom Text her ist diese Szene die umfangreichste. Sie basiert auf Monja Arts 2. Roman Revolution. Oder der Traum vom Menschsein.
5. Szene
Auch die Bisexualität ist in Anemonis zum Thema gemacht worden. In Form einer dreigeteilten Farb-Szene – und einem ebensolchen Verhältnis, welches nach wie vor nicht wirklich auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt.
6. Szene
Hier geht es um weibliche Homosexualität. Sekundär um die Phase vor dem Coming out. Primär um das Anderssein schlechthin. Das Anderssein in einer heterosexuellen Gesellschaft. Die Schauplätze variieren sprunghaft zwischen der Realität und Vergangenem. Die momentane Realität erscheint in Farbe, das vielleicht schon Verlorene wird schwarz/weiß dargestellt. Der Aufbau gestaltet sich sehr abstrakt. Der gesprochene Text steht hier im Hintergrund. Hier kommt es zu einer Versammlung aller bisherigen und folgenden Szenen auf eigene Art und Weise sowie zur Einblendung von relevanten Fakten queere Themen, Menschen und Hintergründe betreffend.
7. Szene
Auch hier handelt es sich um eine Thematik, die allgemein noch nicht wirklichen Eingang in die Gesellschaft gefunden hat. Und zwar geht es um die Liebe zwischen Mensch und Tier. Die körperliche Liebe. Der Aufbau ist sehr kunstvoll. Das Zimmer erscheint schwarz/weiß, der Park mit dem Tier und den Anfängen dieser Liebe kommt in Farbe zum Ausdruck. Alles ist wenig greifbar. Alles bleibt vielleicht opak. Und dennoch wird eines klar: er liebt sie. Er liebt sie wirklich. (eine Wertung wird hierbei keine vorgenommen - wie ohnedies in keiner Szene. Das Tier ist in keinster Weise zu Schaden gekommen. Wir haben sie nicht einmal berührt)
8. Szene
Die letzte Szene dreht sich um das Thema männliche Homosexualität. Ein Streit ist der Beginn, welcher sich durch fast den ganzen Film zieht – mit dem Unwissen der ZuseherInnen, welcher der Grund für selbigen ist. Am Ende wendet sich das Blatt – ein überraschender Umbruch, der sich ebenso überraschend wieder in sein Gegenteil verkehrt. Das stattfindende Liebesgeständnis ist wörtlich, allerdings verkürzt, aus Monja Arts 1. Roman Geh mit mir. Egal wohin übernommen worden. Eine gezielte Anspielung auf die Homo-Ehe gibt es.
Diese Inhalte beziehen sich auf das Originaldrehbuch zum Film Anemonis von Monja Art. REGISTERED WGAw No. 1072966. © 2005
Das komplette Drehbuch zum Film Anemonis ins Englische übersetzt hat Monja Art. Die vollständige Übersetzung ins Französische hat Caroline Bobek übernommen.
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